Die Staupe ist eine ansteckende, fieberhafte virale Allgemeinerkrankung mit unterschiedlicher Organmanifestation.
Infizierte Hunde scheiden den Erreger mit allen Exkreten und Sekreten aus. Die Aufnahme erfolgt aerogen oder oral. Der Virus gelangt dann ins lymphatische Gewebe des Rachens oder in die Bronchiallymphknoten und vermehrt sich dort. Nach drei bis vier Tagen werden die Erreger ins Blut entlassen (virämisches Stadium). An dem Zeitpunkt ist der Virus auch in der Milz, den Lymphknoten, dem Thymus und dem Knochenmark nachweisen. Bildet der Hund nicht ausreichend Antikörper, so wird das Virus im gesamten Epithel des Respirations-, Verdauungs-, Urogenitaltrakts, der Haut, der Drüsen und schließlich auch im zentralen Nervensystem gefunden.
Die Inkubationszeit umfasst 3 bis 7 Tage. Die Krankheitsanzeichen beginnen dann sehr schnell mit hohem Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit und Mattigkeit bis zur Bewegungsunfähigkeit. Bei einer Sekundärinfektion tritt dann ein weiterer Fieberschub auf. Die nervöse Form der Staupe ist die gefürchtetste. Es kommt dabei zu Schädigungen des Gehirns und somit zu psychischen Veränderungen, Zittern, Lähmungen, Krampfanfällen und Gleichgewichtsstörungen.
Die Ausprägung der Symptome ist vom Individuum abhängig und somit variiert auch der Schweregrad der Erkrankung. Die nervöse Form endet aber in jedem Fall tödlich. Um eine Ansteckung von weiteren Hunden zu vermeiden und das Leiden des kranken Hundes zu beenden, muss er eingeschläfert werden.
Die einzige wirksame Methode um dieser Krankheit entgegenzuwirken, ist die Impfung. Die Grundimmunisierung sollte in der achten Wochen erfolgen, auf die dann die Nachimpfung in der zwölften bis sechzehnten Woche stattfindet. Der Impfschutz muss dann jährlich aufgefrischt werden.